Sommerferien, over and out

Heute war eigentlich schon wieder Kita, aber das lohnte sich für Flavius und Brutus nicht, weil die so spät erst aufmachten. Ich hingegen musste schon zur Schule und einen ganzen langen Tag voller Konferenzen und Übergabesitzungen überstehen, während die Kinder sich mit Mr. Geilo einen faulen Lenz machten. Auf dem Rückweg explodierte mein Kopf vor Informationsoverkill und mir war so schlecht, dass ich mein Fahrrad lieber schob. Mr. Geilo buk noch schnell Kuchen. Nach zwei Stücken davon und einer Tonne Kartoffeln mit Käse ging es dann auch wieder einigermaßen, aber erschlagen fühlte ich mich trotzdem. 

Flavius und Brutus freuen sich auf ihre kleinen Freunde in der Kita und auf ihre Erzieherinnen. Heute beim Taschepacken entdeckten sie ganz entzückt ihre Puschen: „Oh, meine lieben Kita Puschen! Die zieh ich so gerne an!“ 

Wir haben, wie ich finde, unser Ferienprogramm trotz miserablen Wetters sehr gut geschafft. Wir haben viel leckeres gegessen, neue Bücher gelesen, Unternehmungen und Ausflüge gemacht und oft den Wünschen der Kinder entsprochen (so gut das eben geht, wenn ein Kind immer das Gegenteil wünscht, auch das Gegenteil vom Gegenteil, was ja paradox ist). Wir wissen nicht mehr, was wir kochen sollen, da gehen uns langsam echt die Ideen aus und ich bin aus Gründen froh, dass bald wieder eine Mahlzeit nicht an unserem Tisch zuhause stattfindet. Ein bisschen könnte ich mich allerdings schon an Ferien gewöhnen, den Zeitdruck und die ganze Organisation von allem vermisse ich wahrlich nicht. 

Flavius und Brutus werden dieses Jahr die ältesten im Kindergarten sein. Das wird bestimmt ganz aufregend. Jetzt geht alles wieder von vorn los und bald ist schon wieder Laternenumzug, dann Weihnachtsfeier. Alles rast. 

Im Schuljahr ist es nicht anders. Nur wenige Wochen bis zu den Herbstferien und es gibt viel zu tun, vor allem, weil ich spontan eine Klassenleitung bekommen habe: Elternabend, Klassenstufen, Planung der Klassenfahrt, zwei Unterrichtsbesuche, eine Klassenarbeit in Englisch und nebenher eigenverantwortlichen Unterricht und Ausbildungsunterricht am Laufen halten. Es bleibt immer spannend hier. Wie jedes Jahr stehen wir als Familie wieder an einer neuen Stelle, müssen uns ein- und umgewöhnen und werden wohl irgendwie an den Herausforderungen wachsen. Geht ja nicht anders. Eine Referendarin meinte heute zu mir, man bräuchte auch noch Zeit für sich. Was ist das eigentlich nochmal? 

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Wochenende in Bildern 20./21.8.2016

Am letzten Ferienwochenende haben wir nochmal alles gegeben. Am Samstag war Mr. Geilos Mutter zu Besuch und am Sonntag meine Großeltern, außerdem war in der Stadt wieder das Kinderfest, bei dem wir letztes Jahr auch waren. Da gab es wieder viel Essen, Luftballons, Geisterspucke und Ponys.

Morgendliches Malen, bevor ich mit den Kindern zur Schule fahre. Dort lag mein Stundenplan aber noch gar nicht parat.

Kaum Zuhause, erhalte ich den Plan natürlich per Mail.


Keine Fotos vom Nachmittag, aber eins vom Abendbrot.

Herbstgemütlichkeit im August.

Frühstück am Sonntag.

Brutus, stolz wie Oskar auf seinen Pferdepulli.

Regenspaziergang zum Kinderfest.

Maisbecken.

Geisterspucke.

Klangrad.

Klangspiel.

Abends kommt noch das Wichtigste für den anstehenden Konferenztag in der Schule in die Dose. Der wird ja garantiert lang! 
Mehr Familienwochenenden wie immer bei Susanne Mierau

Wochenende in Bildern 13./14.8.2016

Die ganze Woche über war mein kleiner Bruder bei uns zu Besuch. Ich glaube, es war teilweise echt anstrengend für ihn. Er ist das als Nesthäkchen ja nicht gewohnt, mal aufzupassen, zu wickeln und so weiter. Er ging sogar dauernd freiwillig mit Monstro spazieren. Am Wochenende haben wir dann noch einen Ausflug zusammen gemacht. Am Samstag waren wir erst einkaufen, dann beim Schloss in Detmold und schließlich noch beim Hermannsdenkmal. Am Sonntag kamen dann noch meine Mama und meine Schwester zum Frühstück, wir waren auf der Burg und dann nahmen sie meinen Bruder wieder mit nach Hause.  Weiterlesen

Doppeldoppelbett

Auf unseren 1,40m war der Platzmangel kaum noch auszuhalten. Jeder beschwerte sich, Mr. Geilo übernachtete im Wohnzimmer, allen war es zu eng. Dabei haben wir sogar einen 70cm breiten Bettbalkon (Kinderbett angebaut), der wird nur nicht genutzt. Jedenfalls nicht zum Schlafen. Manchmal spielen die Kinder, dass das Kinderbett ganz gefährlich ist und nicht berührt werden darf. Manchmal ist es auch ein Trampolin. Manchmal versuche ich auch nachts, Flavius und Brutus schlafend darin abzulegen, aber entweder stören sie sich dann oder sie kommen zurück gekrochen, bevor ich mich einmal schnell ausstrecken konnte. Weiterlesen

Hallenbad

Heute waren wir das erste Mal mit den Zwillingen im Hallenbad. Ich fand die Vorstellung bislang schon immer grausam und wollte das Erlebnis lieber auf dann verschieben, wenn die Kinder sich alleine an- und ausziehen können. (Ins Freibad o.ä. gehen wir übrigens gerne, das finde ich tausend Mal entspannter).  Weiterlesen

Flavius mag gar keine Ferien.

Flavius wacht morgens auf und ist gestresst. Er weiß nämlich nicht, was wir heute machen. Er muss erst danach fragen. Das ist schlimm und es ist erst der Anfang. Außerdem ist das einzige akzeptable Müsli alle und es gibt nur Haferflocken mit Bananenmilch. Warum muss er Brutus beim Essen sehen? Kann der nicht mal weg sein?

Dem ewigen „Mama, DU weg!“ ist eine neue Frage gewichen: „Mama, kannst du mit mir woanders hingehen?“ Sie ploppt in jedem rationalen Moment seiner Wutausbrüche auf. Oft hilft ihm das auch. Aber wo soll ich hin in der kleinen Wohnung, ohne dass Brutus da auch hinkommt. Oder draußen, unterwegs, in der Bahn, im Auto, auf dem Spielplatz. Ich kann nirgendwo hin mit dem armen Kerl.  Weiterlesen

Lektionen der Kitaferien

Wir befinden uns heute an Tag 5 der dreiwöchigen Kitaferien. Man wird ja schnell gebasht, wenn man zugibt, dass man Respekt vor so viel 24/7 mit den Kindern hat. Macht nichts, hab ich trotzdem. Ich finde das lang und ich habe zwischendurch halt auch Bedürfnisse. Und das, obwohl ich gerne Zeit mit meinen Kindern verbringe.  Weiterlesen

Bssssss, bsssss

Eines Tages letzte Woche war ich mal so sauer auf Mr. Geilo, dass die Zwillinge mich in der Bahn fragten, ob wir lieber einen Kaffee trinken gehen wollten. Eigentlich waren wir auf dem Weg zur Kita, aber uneigentlich war das eine sehr gute Idee. „Manchmal ärgert Papa mich auch!“,meinte Flavius. Wir gingen also Kaffeetrinken. Es war richtig nett. Die Kinder hatten einen kleinen Milchschaum und schmierten damit sich, Tisch, Stühle, mich und den Boden voll. Mir ist ja immer wieder ein Rätsel, wie sie das machen. Aber wofür hat auch man Feuchttücher dabei. Weiterlesen

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Wochenende in Bildern 30.7./31.7.2016

Es war das erste Wochenende der Kitaferien und dementsprechend beschäftigt waren wir auch. 

Am Samstagmorgen wurde ich von einem kleinen Käsefuß vor meinem Gesicht geweckt. 

Nach dem Frühstück gehen die Kinder und ich einkaufen, damit wir unseren Igel schick bestücken können. 

Danach fahren wir zum Geburtstag von Mr. Geilos Schwester. Es gibt Kuchen. 

Die Zwillinge finden und annektieren und ruinieren diese Schildkröte. Ich habe sie fachmännisch repariert. 

Beim Anblick der Waschküche ihrer Oma sagen die Kinder doch tatsächlich: „Oma, hier ist aber ein Chaos! Das geht ja gar nicht!“ 

Wir kommen spät heim und Brutus, dem es nicht so gut geht, braucht noch ein paar Aprikosen. 

Am Sonntagmorgen erwache ich mit Brutus und Kleiner Onkel im Arm. 

Frühstück.

Danach geht es mit Patentante P. auf das Mittelalterfest rundum die Burg. Es war wirklich schön und Flavius und Brutus waren zutiefst beeindruckt.

Brutus durfte sich sogar als Ritter verkleiden. Flavius wollte nicht und ärgerte sich dann zuhause darüber. 

Es fing an zu regnen und wir gingen noch kurz auf den Spielplatz.

Zuhause gab es Kaffee und Erdbeeren von Patentante P. und wir bastelten Ritterschilder. Als Wappentiere wählten die Zwillinge Wurm und Schnecke. Nun. 

Nach dem Abendbrot steckten wir die Kinder noch in die Wanne. Weil Brutus wiederholt Flavius Wasser ins Gesicht schüttete, nahm ich ihn schließlich raus. Er brüllte dann kuschelnd seinen Ärger darüber aus sich raus.

Im Bett lasen wir ein Jahreszeitenbuch. Beim Anblick von Tannenbäumen und Weihnachten sagen Flavius und Brutus immer, dass ihr Geburtstag gefeiert wird. Für sie ist der 18. bis 31. Dezember einfach ein Feiermarathon zu ihren Ehren, glaube ich. Am schönsten war aber, wie ich vorlas „Sommer, Herbst, Winter, und-?“ Und Flavius rief „Pizza!“ 

Abends konnten trotz des langen Tages beide nicht schlafen. Brutus hörte einfach nicht auf zu reden und Flavius bekam noch Fieber. Brutus erzählte wilde Geschichten.In der alten Stadt hätte er sich einen ganz uralten Hut gekauft, mit dem könnte er Eis machen, zum Beispiel. Wir schauten noch ein bisschen „Ferien auf Saltkrokan“ zusammen.Ist gut für die Seele manchmal, finde ich. Gegen elf waren dann doch mal alle im Bett.

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