Weltschmerz

Bei meiner Freundin im Garten schmeißt Flavius mit einem Spaten Laub in den Nachbargarten über den Zaun. Meine Freundin lacht und erklärt ihm, dass die Frau, die da wohnt, das nicht will. 

„Wer wohnt denn da?“

– „Eine ältere Frau, ich hab sie noch nicht richtig kennengelernt.“

Flavius hakt noch etwas nach, weil er wissen will, wie es passiert, das man seine Nachbarn nicht kennt. 

Auf einmal hat er Schwierigkeiten, Wörter zu formen. Seine Mundwinkel ziehen immer wieder nach unten und erste Tränen steigen in seine Augen. Sein ganzer Körper ist traurig. Der Spaten fällt zu Boden. 

„WARUM werden Menschen alt? Werde ich auch alt? Werden Tiere alt? Warum wird alles alt?“

Er kann unseren Antwortversuchen kaum zuhören, weil er die Konsequenzen seiner Überlegung erkennt. 

„Dann sterben auch alle, ne. Stirbt alles? Sind die Blätter da tot? Stirbt die alte Frau irgendwann? Warum sterben alle? Wir auch? Ich auch? Werde ich groß und sterbe dann? Warum?“ 

– „Naja, wenn man ganz alt ist, dann funktioniert ja oft auch der Körper nicht mehr richtig und hoffentlich hat man ganz viele tolle Sachen erlebt…“

„Aber warum? Warum ist das so?“

Ich mache es wie in der Schule und sage: „Das weiß ich gerade nicht. Aber ich werde recherchieren und dann komme ich auf dich zurück Ok?“

„OK. Dann will ich aber eine gute Erklärung!“

Nur schlimme Dinge

Heute war ja Valentinstag. Mal abgesehen davon, dass ich in der Schule keine Rose bekommen habe, ist der Tag auch ansonsten dumm gelaufen. Vermutlich, weil ich mit den Kindern so viel total doofe Sachen Unternehmen wollte. 

Mr. G und ich holten die Zwillinge zusammen mit Monstro vom Kindergarten ab. Dort würden wir mit den Worten empfangen „Geht weg, wir spielen noch!“.

Trotz dieser eindeutigen Warnung nahmen wir die Kinder mit. Zunächst machten wir einen langen, ausgedehnten Trödelspaziergang zur Bahn. Flavius und Brutus spielten mit Stöcken, Büschen, reparierten alte herumliegende Fahrräder, rannten, wurden getragen, hielten den Hund… Also wirklich grauenvoll! Was für eine fiese Unternehmung für zwei Kleinkinder! 

Dann fuhren wir mit der Bahn. Es war sehr voll. Es gab nur einen Fensterplatz. 

Irgendwann kamen wir in der Stadt an und mussten noch ein Stück laufen, bis wir unser Zielcafé erreichten. Wir kauften Kaffee, Milchschaum und Kuchen. Zu jeder Tasse wurden noch zwei extra Kekse serviert. Schlimm! Was für Eltern machen das! 

Auf dem Weg nach Hause erwarben wir noch etwas Puppenkleidung im Oxfamshop für die liebsten Kuscheltiere der beiden. Ich meine, gehts noch? Was soll das? Was für ein Schrott. 

In der Bahn machten uns extra Leute die Fensterplätze frei. 

Zuhause bot ich Obst an, danach schmissen sich Flavius und Brutus in ihre Anna und Elsa Kleider und tanzten zu Let it go. Dabei verwüsteten sie die ganze Wohnung. Wir schimpften nicht. Wir machten einen Deal, dass sie im Kinderzimmer spielten und räumten alleine auf. Voll bescheuert. 

Zum Einschlafen las Mr. G ohne Ende Bücher vor und sang danach Lieder nach Wunsch. Frechheit. Wie dumm kann man sein! 

Kurzum: heute konnten wir die Kinder nicht glücklich machen. Es wurde einfach durchgebrüllt. 

12 von 12 im Februar 2017

Mehr davon wie immer bei Caro Kännchen

1 von 12: Chaos. 

2 von 12: Frühstück. 

3 von 12: Insta-tauglich.

4 von 12: „Ich gurke davon!“

5 von 12: Flohmarkt-Ausbeute. 

6 von 12: Banane und Apfel. 

7 von 12: Herr Nilsson. 

8 von 12: Unterricht vorbereiten. 

9 von 12: liebste Unterhose an liebstem Handtuch. 

10 von 12: Badezeit. 

11 von 12: Monstro im frisch gewaschenen Bett. 

12 von 12: Kuscheldecke. 

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Wochenende in Bildern 11.2./12.2.17

Um halb sechs klingelte leider der Wecker. Ich hatte vergessen, eine Unterrichtsreflexion zu schreiben und musste also kurz aufstehen, sie schreiben, abschicken und war um 6 wieder im Bett bei den warmen Kindern. Die wollten dann aber auch nicht mehr schlafen. „Komm, Mami, hol dir einen Kaffee und wir gucken was Schönes, ja?“ Wir kuschelten und erzählten uns was, Mr. Geilo machte Kaffee und wir guckten zusammen „Room on the broom“, eine der echt wenigen Sachen, die wir den Zwillingen anmachen. 

Zum Frühstück gab es Müsli, Obst und Joghurt und für die Kinder ein Ei. Sie jagten es so oft durch die Eierschneider, bis das Ei quasi püriert war und gleichmäßig in der ganzen Küche verteilt werden konnte. 

Dann schicken wir Mr. Geilo mit Monstro zum Baumarkt, zogen uns an und fingen ein bisschen mit basteln an. Wir wollten ja aus den Ikeahockern Schafe und Fliegenpilze machen. 

Dafür mussten wir leider noch zu Ikea. Ging leider nicht anders. Komischerweise war es da megavoll. Wie verrückt, dass andere Menschen bei dem Wetter an einem Samstag die gleiche Idee hatten wie wir! Flavius und Brutus überredeten uns, gefrorene Zimtschnecken zu kaufen. Wir ließen uns drauf ein, blieben aber skeptisch. 

Zuhause wurde dann weiter gebastelt und Zimtschnecken aufgebacken. Die gingen eigentlich ganz gut! 
Den Rest des Nachmittags machten die Kinder Chaos und ich versuchte, dagegen anzugehen. Das ist ja immer so eine Sache. Ich kann es auch nicht lassen. Mein Bedürfnis nach einer gewissen Grundreine ist zu groß.

Abends gab es Nudeln mit gemüsiger Tomatensoße, die die Kinder sogar mit Leidenschaft aßen. Kurz vorher beim Kochen war die Lage noch eskaliert, weil Brutus keinen Hocker hatte und auf einem Stuhl stehend dabei sein sollte. Wie immer. Er brüllte so laut und schmiss sich durch die Gegend, dass ich mich nicht konzentrieren konnte und auch Angst um Leib und Leben hatte, das andere Kind stand ja auch am Herd, also transportierte ich ihn zwischenzeitlich ins Kinderzimmer. Nachdem sich dann am Herd alles beruhigt hatte und keine schnellen Schritte mehr befolgt werden mussten, holte ich Brutus wieder und erklärte ihm alles. Er war überraschenderweise total einsichtig und schmeckte die Soße ab. 
Zum Einschlafen hörten die Zwillinge das Hörspiel von Merida. Die Drillinge, die da vorkommen, haben es ihnen angetan. „Was sind denn Drillinge?“, fragte Flavius. „Das ist so wie bei euch, nur noch einer mehr, der so ist wie  ihr“, erklärte ich. Brutus überlegte ein bisschen und meinte dann „Monstro sieht ja schon ein bisschen aus wie ich…“

Der Sonntag startete eigentlich genauso wie der Samstag. Kuscheln und Kaffee. 

Mr. Geilo war gar nicht wachzukriegen, also gingen wir im Kinderzimmer spielen. Da war aber gar kein Platz, also fingen wir an, aufzuräumen und dann mussten wir noch saugen und wischen …

Als ich im Bad putzte, machten die Kinder doch Mr. Geilo wach und er musste Brötchen holen gehen. Wir deckten den Tisch.

Flavius freute sich riesig über sein Croissant und hatte nicht einen Wutanfall beim Essen. 

Danach war es irgendwie schon Mittag und als alle endlich angezogen waren, machten wir uns auf den Weg zum Zwillingsflohmarkt. Der ist nur zweimal im Jahr und eigentlich immer richtig super. Da ist auch ein Spielplatz mit einem Parkour für Fahrzeuge. 

Unsere Ausbeute war fantastisch. Hosen, Pullijacken, aber das Beste: Zwei AnnaElsa-Kleider und ein witziges Pippi Langstrumpf Spiel, für das man ein ganzes Wohnzimmer braucht, weil man so viel hopsen muss. 

Wir stärkten uns dazu mit Zimtschnecken. 

Mr. Geilo und Flavius gingen ein bisschen mit Monstro raus, während Brutus bei mir blieb. Ich versuchte, ein bisschen Unterricht vorzubereiten.

Abends gab es Fächerkartoffeln und dann für die Kinder ein Bad, ein Buch und ein Hörspiel.

Und für Mr. Geilo und mich Chips und Schokolade!

Leider ist morgen wieder Montag. 
Mehr Familienwochenenden wie immer bei Susanne Mierau

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Gestern Hocker, heute Schaf

Beim Balkonaufräumen letztes Wochenende fielen mir einige Spielsachen in die Hand, die dort im Exil gelandet waren. Aus Gründen. So auch vier weiße Kinderhocker, die durch die ganze Wohnung malträtiert, angekrikelt und geworfen wurden. Mit den Kindern überlegte ich, was wir damit machen sollten. Nachdem wir uns durch diverse Ikea-Hacks geklickt hatten, entschieden sie sich für Schafe und Fliegenpilze (weil die „voll giftig und so defährlich“ sind). 

Eifrig besorgten wir unter der Woche die ganzen Dinge. Die Anleitung nahmen wir relativ frei. Trotzdem war ich schon nach dem Anfertigen der Puschelschwänzchen mit den Nerven am Ende. Sowas hab ich doch seit der Grundschule nicht mehr gemacht! Und dann riss die Pappe in der Mitte und alles löste sich in Wolle und Tränen auf.

Der Großteil war auch wirklich einfach und fast alles ging mit der Heißklebepistole. Füße schwarz einsprühen, Kissen mit Watte ausstopfen, Gesicht auf einen Styroporball malen… Die Originalanleitung empfiehlt Magneten zur Befestigung von Kopf und Puschel, leider ging das hier gar nicht. Wer weiß, was für heftige Magneten die benutzt haben! Mr. Geilo und ich gerieten in eine hitzige Debatte über die richtige, sinnvolle Anbringung. Letztlich gewann Heißkleber. Viel davon. 

Auch bei den Fliegenpilzen hatte er etwas zu meckern. Er fand die Punkte usselig. Ha! Das sieht viel natürlicher so aus! Schonmal einen richtigen Fliegenpilz gesehen?

Also, ich bin jedenfalls hin und weg vor Begeisterung. Die Zwillinge haben auch fleißig mitgeholfen und zunächst sehr süß mit den Schäfchen gespielt. Sie brachten ihnen Futter und stellten ihnen einen Wachhund auf. Dann aber merkten sie, dass die Haare auf dem Kopf viel zu lang waren und wie es für die Schafe ausging, kann man sich wohl vorstellen…

Haushalt mit Kindern – das Grauen der Vereinbarkeit

Als neulich zwei Schüler ein Papierflugzeug mit Tippex einschmieren und es durch die Klasse auf einem anderen Schüler fliegen ließen, wurde mir klar: also so ein bisschen was vom Haushalt sollten Kinder schon wissen. Nachher beschwerte sich der Schüler nämlich über seine dreckigen Klamotten. Ich riet ihm, erstmal so etwas wie Gallseife zu probieren, bevor man den Übeltätern eine Rechnung schreibt. „Was ist denn Gallseife?“ Und „Ich hab noch nie eine Waschmaschine angefasst!“ waren seine Reaktionen. Sofort mischten sich einige andere ein, Haushalt wäre auch nicht so ihres. Betten beziehen auf der Klassenfahrt? Das macht doch sonst immer Mama!

Oha! Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber hat man mit 13 nicht ein bisschen Kontakt zu den alltäglichen Dingen? 

Ich mach jetzt mal den Oma-mit-dem-Krückstock-Modus an. Als ich 12 war, da wurde mein jüngster Bruder geboren! Was ich da an Verantwortung übernehmen musste! Spülmaschine ausräumen, Mal saugen, Wäsche in den Trockner, und so weiter UND so weiter. 

Krückstock Modus aus. Ich habe Mal überlegt, wie das mit Flavius und Brutus so ist und muss ganz klar sagen: manchmal ist ihre „Hilfsbereitschaft“ so groß, dass es schon wieder anstrengend wird, weil ich natürlich alles viel schneller hinkriegen würde. Überhaupt ist Ordnung halten bzw. mein Bedürfnis danach das allernervigste am alles-unter-einen-Hut-kriegen. Es quillt einfach unter der Krempe raus, es passt einfach nicht unter den Hut. 

Natürlich will ich aber nicht die Lust am Helfn im Haushalt kaputt machen und die Kinder in 10 Jahren dieselben Sprüche sagen hören wie meine Schüler. Also habe ich nach und nach alles so angepasst, dass die beiden in echt helfen können und nicht nur Dummie-Aufgaben zur Beschäftigung und Besänftigung erledigen sollen. 

Kochen

Flavius und Brutus haben seit einiger Zeit ein paar eigene Utensilien. Dazu gehören Messer, Wellenschneider, mechanischer Mixer, Brettchen, Reiben, Schäler usw. Needless to say: sie lieben diese Gegenstände. Na klar ist alles zweimal vorrätig, weil wenn, dann wollen beide dasselbe machen. Sie können schon ganz gut schnippeln und machen gern mit, wenn es um Möhren, Gurken, Obst oder Käse geht. Wenn wir Kuchen backen, wiege ich alles so ab, dass jeder in seiner Schüssel die Hälfte verrühren kann. Rührei können sie mittlerweile selbstständig zubereiten, samt Ei aufschlagen und braten. Dabei weiche ich selbstverständlich nie von ihrer Seite. Aber auch hier meistens: zwei Hocker vorm Herd, zwei Pfannen, zwei Pfannenwender…Letztens briet Brutus sich eins und ich coachte ihn dabei. Im Hintergrund hörte ich ein Kratzen des Geräusch, dachte mir aber nichts dabei. Als Brutus fertig war und wir uns umdrehen, sahen wir, dass Flavius sich ganz alleine alle Utensilien zum Apfelschneiden geholt hatte und den ganzen Apfel selbst geschält hatte. Sein Kommentar: „Du warst ja beschäftigt und ich wollte halt einen Apfel!“

Tisch decken

Das haben wir ganz einfach gelöst. Wir haben alle wichtigsten Geschirrsachen auf Kinderhöhe aufgestellt, sodass Flavius und Brutus ohne Probleme den Tisch alleine decken können. Hier kommt es trotzdem manchmal zu Streit, weil der eine nicht will, dass der andere ihm eine Gabel hinlegt oder so. Die Zwillinge haben noch kein einziges Mal ihre Macht missbraucht und Geschirr zum Spielen genommen bzw. auf den Boden geschmissen. 

Spülen

Dadurch, dass sie an die entsprechenden Schränke gut drankommen, können sie die Spülmaschine ganz gut ausräumen, allerdings reiche ich die Sachen aus dem oberen Fach an. Beim Bestecksortieren brauchen sie einen Hocker, sonst können sie nicht in die Schublade gucken. Ich glaube, sie sind sorgfältiger dabei als ich. 

Nach dem Schnippeln von Essen spülen sie manchmal ihre Brettchen selber. Das führt aber oft zu kleinen bis mittelgroßen Überschwemmungen, darum reicht es mir vollkommen, wenn sie ihre Utensilien in die Spüle legen. 

Aufräumen

*Hüstel* Ich vermute, die Zwillinge haben einfach eine andere Definition von Aufräumen. 

Wäsche machen

Ich wollte die beiden schon als Babies nicht in der Wohnung lassen, wenn ich im Keller Wäsche gewaschen habe. Also kommen sie meist mit, allerdings wollen sie jetzt lieber allein oben bleiben. Da ich dann gefährlichen Unsinn garantieren kann, betone ich, wie sehr ich ein paar Knopfdrücker brauche, die mir helfen. Dann kommen sie mit. Das Flusensieb beim Trockner ist schon seit zwei Jahren ihr Job. 

Ich habe hier eine tolle Anleitung für ein Faltbrett gefunden, mit dem die Kinder unfassbar schnell und super effektiv ihre eigene Wäsche falten. Nicht immer, klar. Und auch mit Quatsch. Aber es geht. 

Das hört sich jetzt ziemlich nach Heinzelmännchen an. In Wahrheit ist es mir oft auch echt zuviel, die beiden beim Schneiden anzuleiten, während ich eigentlich noch was anderes machen könnte. Andererseits ist es eben eine super Beschäftigung und sie fühlen sich sehr selbstwirksam, was vielleicht die langfristige Motivation an diesen Aufgaben steigert. Auf jeden Fall kennen die beiden sich genau aus. 

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Wochenende in Bildern 14./15.1.17

Wir hatten ein richtig schönes Wochenende diesmal. Es war gemütlich und nett von vorne bis hinten. 

Am Samstagmorgen musste Mr. Geilo zur Uni und die Kinder und ich machten zusammen Pfannkuchen. So haben wir vormittags schon Mal sinnvoll etwas zu tun und die Zwillinge starten ausgelastet in den Tag.

Dazu pressten sie etwas Orangensaft. 

Und schnippelten Bananen. 

Im Wohnzimmer durften sie dann mit meiner Schatzkiste spielen. Darin sind viele Einhörnchen vom Flohmarkt, aber auch Murmeln, Steinchen und Ketten aus meiner eigenen Kindheit. 

Obwohl Flavius und Brutus jeder vier oder fünf Pfannkuchen verputzt hatten, verlangten sie bald nach einem Snackteller.

Danach übten sie ihr neustes Feature ein: Höhle bauen. 

Zu Mittag gibt es einmal Nudelpfanne und für die meckernde Meute nochmal alle Zutaten in einzeln. Natürlich aßen sie dann die Nudelpfanne auf. Dazu hörten wir Disneymusik.

Nach dem Essen machten wir eine ausführliche Hunderunde. Mittlerweile halten die Kinder den Hund schon recht sicher auf kürzeren Strecken selbst. 

Eine Badewanne im Container ist definitiv das Highlight des Spaziergangs.

Flavius und Brutus erbettelten noch den Spielplatz. „Bitte Mama, es hagelt so schön!“

Mr. Geilo kommt heim und die Kinder kriegen Gurkenkrokodile und Schnickschnack zu Abend.

Brutus spielte noch eine Runde Sortieren und Zählen mit Muffinförmchen vorm Schlafen. 

Flavius wachte abends brüllend auf und musste bei uns kuscheln. 

Am Sonntagmorgen holte Mr.Geilo Brötchen und wir machten erst so dies und das, bevor es ordentlich zu schneien anfing. Da gab es kein Halten mehr, nur Monstro konnten wir doch nicht mitnehmen. Er fror zu sehr. 

Im Wald sammelten wir etwas Schnee zum Einfrieren für den Sommer. 

Ich liebe den Wald im Winter. 

Wir konnten sogar Schlittenfahren! Flavius rief: „Ich fliege und die Bäume fliegen auch!“

Wieder zuhause machen wir uns erstmal einen Himbeerkuchen. 

Kaum kam er aus dem Ofen, war der Kuchen auch schon weggefuttert. Brutus verdrückte locker die Hälfte davon! 

Wir bauten noch eine Höhle. Diesmal für Fortgeschrittene mit eingebautem Steckenpferd.

Die Zwillinge wollten gern noch „Kunst machen“ und malten Schmetterlinge.

Nach dem Abendessen, spülen und Küche durchwischen ist das Kinderzimmer schnell aufgeräumt, weil wir so viel reduziert haben. Ich liebe das und lege noch Sachen zum Anziehen für morgen raus. 

Mr. Geilo liest den Kindern vor und ich lege ganz kurz die Füße hoch, bevor ich dazu gehe. Dann müssen wir noch mit ein paar Verwandten telefonieren, die Kinder noch dringend einen Schlitten bauen, und so weiter. 

Mehr Familienwochenenden wie immer bei Susanne Mierau. 

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12 von 12 im Januar 2017

Am 12. eines Monats macht man, wenn man will, 12 Fotos und zeigt sie.

1 von 12: früher erster Kaffee vor den anderen. 

2 von 12: Heute muss ich nicht so früh zur Schule. Als die Zwillinge und Mr. Geilo aus dem sind, ist noch Zeit für ein zweites Frühstück und einige Erledigungen, die sonst liegen bleiben. 

3 von 12: To so Liste schreiben. Leider ist es ja so: man streicht einen Punkt und kann zehn neue drunter schreiben oder?

4 von 12: Kinderfach in der Küche aufgeräumt. 

5 von 12: Mr. Geilo hat leider mein Fahrrad nicht rausgestellt, jetzt muss ich selbst hoch. Immer tu ich mir dabei weh oder alles fliegt durch die Gegend. Einfach zu trottelig.

6 von 12: Diese Woche habe ich nur eigenen, keinen Ausbildungsunterricht, darum unterrichte ich schnell zwei Stunden und fahre zum Mittagessen nach Hause. Da schaffe ich auch mehr Unterrichtsvorbereitung als in der Schule. 

7 von 12: Mit dem frierenden Monstro an der Bahn warten. 

8 von 12: Endlich Kinder abholen! Die Kinder wollen so zur Bahn laufen: ich halte Flavius, Flavius hält Brutus und Brutus hält Monstro. Hach!

9 von 12: zuhause wird der Obstvorrat gestürmt. Wie die Wilden, diese zwei. 

10 von 12: neueste Lieblingsbeschäftigung: Orangensaft machen. Tröpflein um Tröpflein.

11 von 12: Ich bekomme einen „Kaffee“ im Kinderzimmer. 

12 von 12: Wir lesen Piggeldy und Frederick und die Kinder kriegen sich wieder nicht ein vor Lachen. 
Mehr #12von12 bei Caro Kännchen

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Wochenende in Bildern 7.1.17/8.1.17

Am Samstag sind die Kinder früh hellwach. Sie scheuchen Monstro aus seinem Fach im Schlafzimmerregal und Brutus macht ein Foto von seinem Kuscheltierhund darin.

Nach dem Frühstück fahren Mr. Geilo und Flavius mit unserem Hund zum Friseur. Sein Fell ist schon an vielen Stellen verfilzt, ständig bleibt alles an ihm hängen und es nervt einfach nur. Ich bleibe mit Brutus zuhause, er will nicht mit. Draußen schneit es. Zwischendurch bekommen wir Fotos.

Brutus nimmt lässig ein zweites Frühstück im Kinderzimmer ein. 

Ich spiele alles mit ihm, was er will. Male ihm vier Tiger, die Miezi, Miezimiez, Miezimiezimiez und Lambatotto heißen und baue Duplo nach seiner Anweisung. Er genießt es voll und nutzt die geballte Aufmerksamkeit aus. Ich bin bald ganz platt gespielt. 

Bald kommen Flavius und Mr. Geilo wieder. Monstro sieht fantastisch aus, finde ich. 

Dann müssen wir noch einkaufen gehen. Wir sind ratzekahl gefressen, nix mehr da. Flavius und Brutus drucken sich bei der Obstwaage Sticker aus und peppen sie sich ins Gesicht. Der Einkauf läuft so harmonisch, dass Mr. Geilo und ich uns am Ende highfiven. 

Abends korrigiere ich noch ein paar Englischarbeiten zu Ende, freue mich über fünf Einsen und kuschele dann Flavius, der aufgewacht ist. Mr. Geilo übt Stricken. 

Am Sonntag wollen wir zu meinem Opa, der Geburtstag hat. Das Wetter verheißt aber nur Glätte und Unfälle. Ich bin etwas traurig, hoffe aber, dass es sich noch bessert. Opa wird vorsichtshalber schonmal angerufen. Flavius singt ihm Happy Birthday. Die Kinder spielen irgendwie süß zusammen. Dann rufen wir noch meine Mama an, weil Brutus eine wichtige Frage hat: „Oma, wodrin wohnst du? In einem Schloss, oder? Mama hatte gesagt, dass du in einem Haus wohnst, aber das stimmt doch nicht, oder?“ 

Wir erwägen, um elf doch zu fahren. Ich räume im Wohnzimmer auf und sortiere den Schreibtisch für die Schule. Damit ich das kann ohne dauernd den Locher oder Tacker vorführen zu müssen, werfe ich den Kindern zwei Wollknäuel zu und sie sind abgelenkt. 

Schließlich können wir echt zu Opa fahren und er freut sich so sehr. Er dachte erst, wir kommen alle nicht, aber letztendlich waren wirklich alle meine Geschwister und meine Mama da. Wir schaffen es sogar, alle auf ein Foto zu kriegen. Es ist ein wirklich netter Tag mit meiner Familie und leckerem Essen, wir waren alle ganz selig. 

Mein Bruder, der Freund meiner Schwester und Brutus spielen einträchtig ein Steckspiel. 

Zuhause schneiden die Kinder sich noch jeder vier Äpfel und verputzen sie und nach einer langen Einschlafbegleitung schlafen sie auch. Und abends muss ich noch ein Bild vom Hund machen. Ich finde, er sieht einfach so süß aus. 

Damit sind die Weihnachtsferien schon wieder vorbei und Alltag muss wieder einkehren. Mal sehen, wie das klappt. 
Mehr Familienwochenenden wie immer bei Susanne Mierau .

Malen

Heute sind Flavius und Brutus mal wieder Pedro Pony und Molly Mieze, die Freunde von Peppa Wutz. Wir sitzen zusammen am Esstisch, sie wollen malen. Flavius dichtet: „Ich bin das bravste Pedro Pony der Welt! Ist da noch Platz für ein Pony wie Pedro?“ (vgl. das Buch Für Hund und Katz ist auch noch Platz). 

Brutus sucht das Peppa Wutz Buch. Ich soll alle Freunde malen. Ich male und die Kinder malen die Kleidung der Tiere aus. Es ist sehr harmonisch. Brutus malt sich eine Krone aus Ms, und er malt mich. Flavius spielt unterm Tisch mir den Bildern, die ich gemalt habe. Das Buch konnten wir nicht finden, also musste ich auf meinem Handy nach den Figuren gucken. „Hast du die alle in deinem Handy? Auch Emily Elefant?“ Die Kinder sind begeistert. 

Jetzt soll ich einen Tiger malen. Brutus läuft selbst dreiviertel des Tages im Tigerkostüm und in Tigerpuschen rum, er ist ein Fan. Der Tiger wandert unter den Tisch und Flavius findet ihn zu gefährlich. Er spießt ihn mit einem Stift auf! 

Alles wird sehr dramatisch. Brutus fühlt sich persönlich angegriffen und bricht in Tränen aus. Kann Tesafilm die Lage noch retten? Wer weiß…

Das sol ich sein. Mit extra schönen langen Haaren, sagt Brutus. 

Pedro Pony. 

„Guck, Mama, ich schreibe immer M M M und mache eine Krone!“